Springe zum Inhalt

Psychedelische Forschung?

Was ist psychedelische Forschung?

  • Psychedelische Forschung beschäftigt sich im weitesten Sinne mit der komplexen Wechselwirkung von Menschen und psychoaktiven Substanzen (und Techniken).
  • Diese Forschung beschäftigt sich oft, jedoch nicht ausschließlich mit psychoaktiven Substanzen. z.B. Cannabis (u. dessen Inhaltsstoffen), LSD, Psilocybin und Ayahuasca.
  • Die psychedelische Erfahrung beschränkt sich wie bereits erwähnt nicht auf die Einnahme von Substanzen (von außen). Bestimmte Techniken können ebenso eine psychedelische Erfahrung induzieren (z.B. das Holotrope Atmen, Sensorische Deprivation oder div. Yoga und Meditationstechniken)
  • Neben den Naturwissenschaften (z.B. Pharmakologie, Medizin, Botanik, Psychologie und Chemie) beschäftigen sich eine Vielzahl von Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Disziplinen mit Psychoaktiva (Bspw. Ethnologie (Ethnobotanik), Anthropologie, Philosophie, Soziologie und die Rechtswissenschaften)
  • Neben der anerkannten Wissenschaft (above ground science) beschäftigt sich eine sehr aktive Gruppe im Untergrund mit der Erfindung und Analyse von Psychoaktiva. Dies ist vor allem der restriktiven rechtlichen Lage in den meisten Ländern geschuldet.

Warum psychedelische Forschung?

  • Psychoaktive Substanzen und Nicht-Alltägliche Erfahrungen begleiten die Menschheit sehr wahrscheinlich seit es den Menschen selbst gibt.
  • Es existiert nach Meinung vieler Experten eine natürliche Neigung des Menschen veränderte Bewusstseinszustände zu erleben (z.B. anschaulich belegt durch das bewusste herbeiführen (und genießen) des Schwindelgefühls beim Karusselfahren in der Kindheit)
  • Psychoaktiva sind in der traditionellen, wie auch der evidenzbasierten westlichen Medizin häufig sehr nützliche Medikamente, was sowohl körperliche wie auch geistige Beschwerden betrifft. (z.B. Dronabinol zur Behandlung von Anorexie und Kachexie bei AIDS-Patienten, oder als Antiemetikum im Rahmen der Krebstherapie)
  • Die Erforschung dieser Substanzen und Techniken dient der Schadensminimierung (harm reduction) der Konsumenten, dies kann sowohl durch eine wissenschaftlich gestützte Anpassung der Drogenpolitik geschehen und darauf gestützte Aufklärung der Konsumenten.
  • Der wissenschaftlichen Neugierde sollte nicht aus vorauseilendem Gehorsam (gegenüber der Polizei oder zwielichtigen Politikern) ein Riegel vorgeschoben werden. Es herrscht die Freiheit der Wissenschaft und solange davon kein unmittelbarer Schaden an Dritten zu erwarten ist sollte es die persönliche Freiheit des einzelnen sein diese Substanzen und Bewusstseinsveränderungen zu erforschen.

 

[Die folgende Liste ist nicht erschöpfend. Ihr habt weitere lesenswerte Links? Dann kontaktiert uns!]

Unsere Lektüreliste:

(Danke an Mirko für das Zusammenstellen!)

Literaturliste aus unserem Iliasordner (pdf-Datei)

Ergänzungen erwünscht

Forschung / Studium:

Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies
http://www.maps.org/resources/students/ nützliche Ressource für Studierende.

www.mindstates.org Die Mind States Konferenzen und Seminare bringen Wissenschaftler, Künstler und alle anderen Psychonauten zusammen. Plus: Ein unaufdringlicher und nützlicher Newsletter.

https://mind-foundation.org/ European Foundation for Psychedelic Science. Vernetzung von Natur-, Geistes- und Kulturwissenschaften. Netwerkorganisation für Wissenschaftler, Sponsoren und Unterstützer.

http://beckleyfoundation.org Think Tank aus GB der von Amanda Feilding gegründet wurde. Das Ziel ist psychedelische Forschung voran zu treiben und evidenzbasierte Politik zu ermöglichen.

https://heffter.org NGO die sich der erforschung von psychedelischen Substanzen verschrieben hat. Der Hauptfokus liegt dabei auf Psilocybin.

http://www.christian-raetsch.de Christian Rätsch zählt wohl zu den bekannteren deutschsprachigen Forschern im Bereich der Psychoaktiva. Seit zwanzig Jahren erforscht er in aller Welt schamanische Kulturen und deren ethnopharmakologischen, ethnomedizinischen und rituellen Gebrauch von Pflanzen. Besondere Bekanntheit erlangte er als Autor des Standardwerkes "Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen".

Substanzinfo und Mehr:

https://erowid.org/ Eine sehr renommierte (in der Szene legendäre) NGO die sich der Substanzkunde verschrieben hat. Die Datenbank ist mittlerweile weit über 37GB groß und enthält Informationen zur Dosierung, Wirkung, Gesundheit und den rechtlichen Aspekten.

http://markusberger.info/ Seite von Markus Berger. Journalist und Autor. Bekannt für die Youtube Formate "Drug Education Agency" (DEA), "Nachtschatten Television" und mehr. Die Seite enthält Links zu Texten, Videos und mehr.

https://www.land-der-traeume.de/ Deutschsprachige psychedelische Community mit Forum und Archiv an Tripberichten. (letztere sehen viele User als das klare Highlight der Seite).

 

Legalisierung / Recht / Hanf:

https://hanfverband.de/ Der DHV wird von Georg Wurth geleitet. Das Hauptziel des DHV ist „die Legalisierung von Hanfprodukten als Genussmittel unter verbraucherfreundlichen Bedingungen“.

http://usualredant.de/ Internetauftritt des Cannabisaktivisten und Autors Steffen Geyer. Er ist u.a. bekannt für sein Buch "Rauschzeichen" (mit Georg Wurth).

 

Weiteres:

http://www.transcendentalobject.com/ Transkripte von verschiedenen Vorträgen des verstorbenen Ethnopharmakologen und Barden Terence McKenna.

http://botanicaldimensions.org/ NGO die von Kathleen Harrison gegründet wurde. Die Organisation hat sich dem Studium von ethnobotanischem Wissen verschrieben. Es werden dort regelmäßig Kurse zu verschiedenen Themen angeboten.